Facebook oder Google Werbung?

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Facebook oder Google Werbung?

Eine der ersten Fragen bei Werbung im Internet ist die Frage „Sollen wir die Werbung auf Facebook oder bei Google schalten?“. Grund genug, uns einmal beide Werbesysteme näher anzusehen, zu vergleichen, die Vor- und Nachteile der beiden Werbenetzwerke aufzuzeigen und ein Fazit zu ziehen.

Google AdWords oder Facebook Werbung für meine Kampagne?

Beginnen wir mit den Google AdWords, dem Werbenetzwerk des Internetriesen Google. Google ist mit Abstand die größte Suchmaschine im deutschsprachigen Raum und kommt auf ein Suchvolumen von über 90 % aller getätigten Suchanfragen. Google Werbung wird nicht nur auf der Suchseite von Google ausgespielt, sondern auch auf zigtausende Webseiten. Ein weiterer Pluspunkt und großer Vorteil von Google ist: Wer Google nutzt ist auf der Suche nach etwas und möchte mit großer Wahrscheinlichkeit auch etwas kaufen.

Mit einer Facebook Anzeige mit Zielland „Österreich“ kannst du 3.700.000 Leute erreichen. Darunter sind etwa 1,9 Millionen Männer und 1,8 Millionen Frauen. In der, oftmals für Werbetreibende sehr interessanten Zielgruppe der 18 – 30jährigen, finden sich 1,6 Millionen Leute (850.000 Männer und 780.000 Frauen). Grob geschätzt ergibt dies eine etwa gleiche Verteilung von Männer und Frauen.

Unterschiedliche Ziele von Google und Facebook

Google und Facebook unterscheiden sich stark in ihren Funktionen. Google ist eine klassische Suchmaschine. Das Ziel von Google ist, möglichst passende Informationen für den Interessenten zu finden. Facebook hingegen ist ein soziales Netzwerk und möchte Freunde verbinden und über deren Aktivitäten auf dem Laufenden halten.

Google spielt die entsprechenden Anzeigen aufgrund des eingegebenen Suchbegriffs („Keyword“) aus. Dieses beeinflusst die angezeigte Werbung. Bei Facebook ist die Grundlage für die eingeblendeten Anzeigen die von den Usern eingegebenen Interessen und demographischen Merkmale.

Eingriff in die gewünschte Aktivität

Sucht ein Interessent auf Google nach einem bestimmten Produkt, wird ihm in diesem Augenblick die entsprechende Werbeanzeige angezeigt. Im Idealfall genau jenes Produkt, nachdem der Interessent gesucht hat. Der Interessent fühlt sich in seinem Arbeitsablauf also nicht gestört und freut sich im besten Fall über den zielgenauen Hinweis.

Ganz anders bei Facebook: Hier steht der soziale Umgang mit Freunden im Vordergrund und die Werbeanzeige unterbricht den User in seiner eigentlichen Aktivität. Durch die detaillierten Daten versucht Facebook nur für den User interessante Anzeigen auszuspielen um die „kleine Werbepause“ so unangenehm wie möglich zu halten. Eine Abwechslung kann so durchaus erfolgreich sein und den User zu einem Kauf verleiten. Wer seine Zielgruppe im Detail kennt, ist womöglich bei Facebook besser aufgehoben als bei Google, denn die Targeting-Möglichkeiten sind schier unmöglich. Zur Auswahl stehen über 600 Attribute – angefangen vom Wohnort über das Geschlecht, Interessen, Hobbies, Arbeitgeber, … Ja sogar das ausspielen von Werbung an Leute „die in den letzten drei Monaten auf Urlaub waren“ ist möglich.

Facebook Anzeigen sind vielfältiger

Bei der Anzeigengestaltung kann sich Facebook gegen Google deutlich durchsetzen. Bei Google AdWords stehen drei Textzeilen zur Verfügung. Bei Facebook können in die Anzeige Fotos und Videos eingebunden werden um die Werbung emotionaler zu machen.

Google AdWords vs. Facebook Werbung – Die Kosten

Abgerechnet kann bei beiden Werbenetzwerken nach PPC (Pay Per Click) oder CPM (Cost Per Mille) werden. Bei PPC muss für alle Klicks auf die Anzeige gezahlt werden. Bei CPM wird für die Anzeige der Werbeeinschaltung auf einer Seite gezahlt.

Eine Abrechnung nach PPC ist dann sinnvoll, wenn das Ziel der Anzeige die Weiterleitung des Interessenten auf eine Webseite ist. Möchte man hingegen sein Unternehmen bekannter machen, rechnet man nach CPM ab. Bei beiden Plattformen können Tages- bzw. Laufzeit-Limits eingegeben werden, die auf keinen Fall überschritten werden. Die tatsächlichen Kosten je Anzeige können variieren und werden im Zuge einer „Auktion“ bei Google und Facebook ermittelt. Dazu aber mehr in einem eigenen Blogbeitrag.

Dein Ziel beim Schalten einer Werbeanzeige ist die Minimierung von Streuverlusten. So kannst du deine Zielgruppe genau ansprechen und zahlst nicht für Klicks von Leuten, die keine Kaufabsicht haben. Hier hat Facebook die Nase vorne. Die Datenbasis des Sozialen Netzwerkes ist sehr umfassend und die Zielgruppe kann anhand von über 600 Merkmalen eingegrenzt werden.

AdWords kosten hingegen um einiges mehr. Früher waren Klicks auch für wenige Cent zu haben. Mittlerweile liegen die Kosten für bestimme Keywords allerdings bereits im mehrstelligen Eurobereich.  Bei Facebook zahlst du hingegen noch wenige Cents je Klick. Facebook bietet zusätzlich verschiedene Optimierungen der Anzeige für Conversion, für Brand Building, .. an. Bei auf Conversion abzielende Anzeigen können die Preise etwas höher sein, liegen aber nach wie vor unter jenen von Google AdWords.

Woher kommt der Preisunterschied?

Der Preisunterschied resultiert aus den unterschiedlichen Zielen von Google und Facebook. Wer auf Google nach etwas sucht, hat ein höhere Kaufabsicht wie jemand, der auf Facebook durch seinen Newsfeed scrollt.  Die Conversion zu Kunden ist auf Facebook wesentlich schwieriger, deshalb kosten die Anzeigen auch weniger.

Vorteile und Nachteile von Google AdWords und Facebook Werbung

Google AdWords

Vorteile Google Adwords

  • Großartiges Performance Tool um die Kampagnen leicht verfolgen zu können
  • Abholung des Interessenten, wenn er ein Produkt kaufen möchte. Daher ein großes Kaufpotential
  • Kontrolle über die maximalen Kosten (Tagesbudget) und Kosten pro Klick
  • Targeting nach Region, Tageszeit, Tag und bestimmte Webseiten (bei Verwendung des Display Netzwerkes)
  • Nutzt Retargeting um die einen Interessenten eher in einen Kunden zu konvertieren

Nachteile Google Adwords

  • Komplexe Einstellung und Verwaltung der Kampagnen
  • Bei falschen Einstellungen können sehr hohe Kosten entstehen
  • Die Betreuung der Kampagnen kann sehr zeitaufwendig sein
  • Sehr begrenzte Designmöglichkeiten der Anzeigen (Drei Zeilen)
  • Keine Einbindung von Bildern und Videos möglich
  • Die Kosten je Klick können je nach Branche sehr hoch ausfallen

Facebook Werbung

Vorteile Facebook Werbung

  • Kampagnen sind leicht anzulegen
  • Vollständige Kontrolle über die Tageskosten bzw. Laufzeitkosten und Kosten je Klick
  • Hunderte Targeting Optionen
  • Retargeting Möglichkeit um den Kunden mehrmalig auf das Angebot aufmerksam zu machen.
  • Nutzung von Bildern und Videos in den Werbeanzeigen
  • Kosten je Klick sind noch relativ günstig
  • Verschiedene Möglichkeiten der Optimierung der Anzeigen (Conversions, Webseiten Klicks, „Likes“, …)
  • „Lookalike Audience“ hilft eine Zielgruppe auf Basis deines Käuferprofils zu erstellen

Nachteile Facebook Werbung

  • Je nach Zielgruppen Auswahl kann es größere Streuverluste geben
  • Schwierige Conversion von Interessent zu Kunde, da die Anzeige eventuell zu früh im Verkaufsprozess ausgespielt wird
  • Im B2B Bereich nicht zu empfehlen

Fazit

Ein direkter Vergleich der beiden Werbenetzwerke ist nicht möglich. Es darf nicht die Frage im Vordergrund stehen, „Welches Werbenetzwerk ist besser?“ sondern vielmehr „Welches Werbenetzwerk unterstützt mich bei der Erreichung meiner Kampagnenziele?“. Abhängig vom Ziel deiner Kampagne und der Zielgruppe  macht der Einsatz von Google AdWords bzw. Facebook Sinn. Allgemeine Empfehlungen können im Vorfeld schwer gegeben werden. Folgende Empfehlungen unserseits haben sich allerdings in den letzten Jahren immer mehr etabliert:

  • Facebook Werbung dient bevorzugt der Markenbildung
  • Auf Facebook werden keine Produkte direkt verkauft. Dem Interessenten wird durch Mehrwert (Zusatzinformationen, Tipps und Tricks, …) ein Produkt schmackhaft gemacht.

Vieles geht unter dem Motto „Probieren geht über studieren“. Hierfür eignet sich vor allem Facebook, da hier geringere Kosten je Klick anfallen. Wenn du bereits ausreichend Umsätze generiert hast, kannst du in Google AdWords einsteigen.

Wir stehen dir jederzeit bei der Entscheidungsfindung mit unserem jahrelangen Know How zur Seite. Schicke uns deine Kampagne und wir beraten dich gerne.

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About the Author:

Stefan Leitner hat sich sein Leben lang dem Sport verschrieben – in aktiver wie in passiver Funktion. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Sport und Event Agentur Leitner.

Durch seine langjährige Berufserfahrung in der Medienbranche verfügt er über seinen sehr guten Draht zu Redaktionen und Journalisten – national wie international.